Archiv nach Monaten: September 2009

Liveblog: das Beste zum Schluss

Fast zum Schluss unserer Reise kam das Highlight: nasse Füße :D
Das ansich ist natürlich noch kein Höhepunkt, aber der Ort wo wir die nassen Füße bekamen schon. Wir sind morgens von Toronto aus nach Westen und dann nach Süden gefahren. Unser Ziel waren die Niagara-Fälle. Man kennt sie ja eventuell von den Postkartenmotiven. Und ich muss sagen, dass sie genau so imposant sind wie auf diesen Bildern. Schon von weitem sieht man die Gischt der Horseshoe Falls, dem hufeisenförmigen und größeren der beiden Wasserfälle. Mit lautem Getöse ergießen sich die Wassermassen aus dem größten Süßwasserreservoir der Erde. Eine Fahrt mit der berühmten Maid of the Mist ist dabei Pflichtprogramm. Diese Schiffe fahren direkt vor die Fälle und man kommt sich vor wie in einem Gewittersturm – daher auch die nassen Sachen. Da nutzen auch die Regencapes nicht viel. Eingehüllt von Wassermassen tritt man dann die Rückfahrt an. Abends haben wir nicht mehr viel gemacht – die Müdigkeit verhinderte das.
Heute haben wir uns noch Chinatown angeschaut und den Ausblick zum CN-Tower bei einem tibetanischem Gericht genossen.
Die Autorückgabe und den Check-In haben wir hinter uns und sitzen grad bei einem Pina Colada im Flughafengebäude. Das Wetter ist jetzt nicht mehr so schön, es regnet. Kanada ist also genauso traurig wie wir dass es vorbei ist. Unser Flug geht wohl 35min später als geplant, mal schauen ob dann alles glatt geht.

Wir sind ganz schön froh, dass alles so schön geklappt hat mit den Flügen, Hostels und dem Auto. Kanada ist wirklich zu empfehlen. Nach den anstrengenden Tagen freuen wir uns aber auch schon wieder auf zu Hause.
Bye for now, Anna+Stefan

Liveblog: Go West

Die Reise nähert sich dem letzten Drittel und so haben wir heute die Rückreise nach Toronto angetreten. Von dort werden wir dann Samstag Abend traurig zurückschauend den Weg nach Hause antreten.
Aber bis dahin ist noch ein bisschen Zeit die wir in der Stadt und bei den Niagarafällen verbringen.
Morgens haben wir bei unserem Hostel ausgecheckt und haben dem Mont Real (dem namensgebenden Berg der Stadt) einen Besuch abgestattet. Dort ist auch ein sehr großer Friedhof zu finden. Scheinbar wird dort viel gestorben.
Tim Hortons hat sich zu unserer Lieblingskette gemausert und wir haben gleich 2 mal dort gegessen. Lecker Sandwiches gibt es dort.
Nach einem Zwischenstop in Kingston sind wir weiter dem Sonnenuntergang entgegen gefahren. Irgendwann Abends haben wir auch die Herberge ohne die übliche Sucherei gefunden. Einen preiswerten Parkplatz haben wir auch bekommen – keine Selbstverständlichkeit.
Morgen werden wir Toronto komplett zu Fuß an einem Tag schaffen damit wir Freitag die Wasserfälle ansehen können. Straffes Programm also.

Deshalb geht’s jetzt auch ab in’s Bett, ist schon bald Mitternacht.
Good nite!

Liveblog: Beine wie Blei

Das Wetter ist doof. Heute Morgen hat es noch weiter genieselt und so war die Aussicht vom 175m höchsten schiefen Turm der Welt nicht gerade berauschend. Wir waren auf dem Tour Olympique, der Halterung des Daches für das Olympiastadium. Da fährt ein kleiner Aufzug die Schräge bis zur Spitze hinauf. Wie schon erwähnt war die Aussicht jetzt nicht sooo der Hammer weil’s geregnet hat. So konnte man die Hochhäuser im Regen/Nebel erahnen – das hatte auch etwas… Mit nicht so guter Laune sind wir dann weitergestiefelt und haben ein Haus gesucht dass es wohl nicht mehr gibt. Oder es ist versetzt worden. Oder wir sind blö… äh blind. Jedenfalls war es nicht dort wo wir dachten. Aber das College Mc Gill war dann genau dort wo wir es vermuteten. Sonst hätten sich auch die ganzen Studenten geirrt, die da rumliefen.
Auch an ihrem angestammten Platz befand sich die Oratoire St-Joseph, einer Kuppelbasilika dem Petersdom nachempfunden. Von außen war die Basilika schon ziemilch beeindruckend, wie sie auf ihrem kleinen Hügel platziert ist. Und innen… innen eher etwas enttäuschend. Sie ist nämlich erst 1924 erbaut worden und somit relativ modern und schlicht gehalten. Dort hat uns auch das Kirchenmaskottchen – ein zutrauliches Eichhörnchen – begrüßt.
Nach einem Spaziergang durch ein schönes Wohnviertel sind wir mit der Metro zurück nach Hause gefahren. Ein netter Bahnhofsangestellter hat uns freundlicherweise 2 kostenlose Tagestickes (sponsored by Lottogesellschaft) geschenkt. Überhaupt sind hier alle Menschen total freundlich und gut gelaunt. Liegt wohl an dem ganzen Zucker und Sirup, den sie hier zu sich nehmen. Jedenfalls sind wir jetzt total fertig, liegen im Bett und haben die Füße hochgelegt.

Au revoir!

Liveblog: Halbzeit

Leider haben wir schon Bergfest :(

Die Zeit hier ist echt schön und vergeht eigentlich recht schnell. Tagsüber kommt einem zwar der Tag lang vor, aber wenn man zurückdenkt, vergehen die Tage ziemlich schnell.
Gestern sind wir den ganzen Tag durch Montreal gelaufen und haben uns sehr viele Sehenswürdigkeiten angeschaut. Neben Chinatown und Downtown haben wir auch Vieux-Montreal (die Altstadt) gesehen. Abends waren unsere Beine dann auch wie Blei und wir mussten uns echt zusammenreissen nochmal loszugehen.

Heute Morgen hat es geregnet und es ist ein wenig kühler als sonst. Wir wollen trotzdem noch ein paar Sachen sehen und starten gleich in Richtung Mont Royal und Olympiastadion. Mal sehen wo es uns danach hin verschlägt.

Bye bye!

Liveblog: A 1000 Islands for us

Gestern haben wir uns auf den Weg zu den 1000 Inseln im St. Lorenz Strom gemacht. Wir haben uns in unser Wägelchen gesetzt und sind gen Osten gefahren. Entlang des 1000 Islands Parkways gibt es eine wunderschöne Landschaft. Alles relativ unberührt (außer natürlich der Siedlungen). Manchmal fühlt man sich wir bei der Reise von Frodo durch das Moor kurz vor Mordor. Nur bunter. Jetzt werden die Farbtupfer schon langsam mehr. Und welcher Baum wird als erstes bunt? Natürlich der kanadische Ahorn :)
Entlang der Strecke gibt es viele idyllische Plätze und viele (1000? ;) ) Inseln mit meist einem Haus darauf. Vom halbverfallenen Häuschen bis zum Traumhaus in Holz ist alles dabei. Natürlich immer mit einer Bootsanlegestelle.
Zum Glück hat das überfahrene Stinktier was auf der Straße lag nichts mehr zum stinken gehabt.
Abends haben wir dann noch gut beim Italiener gegessen und sind dann müde ins Bett gefallen.

Heute (Sonntag) haben wir einen Abstecher an’s Wasser und in das Villenviertel gemacht. Alles schöne Häuschen dort.
Nachmittags haben wir dann den Weg zu unserem nächsten Ziel gemacht: MONTREAL!
Mit ein paar kleineren Schwierigkeiten im Zielgebiet haben wir letztendlich unsere Herberge gefunden und haben unsere Habseligkeiten in unserem riesigen 12qm-Zimmer irgendwie verstaut. Das Fenster geht nicht zu öffnen. Die Klimaanlage soll irgendwann mal anspringen. Wurde uns fest versprochen. Ich glaube nicht daran. Bin gespannt wie wir die Nacht schlafen. Die Betten scheinen jedenfalls ganz bequem zu sein.
Der erste Ausflug in die Stadt war schon beeindruckend. Wie die typischen New York Touristen sind wir mit dem Blick nach oben durch die Stadt gelaufen. Und der Verkehr ist auch ne andere Sache als bisher. Mit den Highways und Einbahnstraßen muss man sich erstmal zurechtfinden. Und Parken ist sauteuer… Es gibt wenig Parkplätze und diese sind durch zeitliche Parkverbote schikaniert. Aber es fahren trotzdem viele schöne Autos hier rum (Aston Martin!!!).
Geld ausgeben geht hier auch verdammt gut. Einkaufsmöglichkeiten, Kneipenmeilen gibt es zuhauf und von einem Einkaufszentrum mit 2000 Geschäften hab ich gelesen. Alle Leute lieben Mode und laufen ganz schick rum. Vielleicht finden wir ja auch was für uns. Nach einem kurzen kostenloses-WLAN-am-Apple-Store-Zwischenstop sind wir dann zurück Richtung unserer dezeitigen Heimat.
Bei der Ankunft sind uns haufenweise Metalfans über den Weg gelaufen – Metallica geben heute ca. 100m weiter ein Konzert und die Trailer der Crew parken direkt vor unserer Haustür. Hoffentlich wird’s nicht so laut…

Bye for now!

Liveblog: der Weg zur Unterkunft

Da waren wir also mit unserem Wägelchen (ich nenne es einfach mal so) auf dem Highway gen Osten unterwegs. Ein LKW-Fahrer blieb uns bisher besonders im Gedächtnis. Dieser hatte es wahrscheinich sehr eilig und somit war der Gasfuß immer am Anschlag und er bretterte mehrmals rechts an uns (und natürlich auch an allen anderen) vorbei. Schon lustig, wenn es rechts auf einmal dunkel wird und der LKW im Blickfeld auftaucht. Da möchte man doch am liebsten gleich eine Spur Abstand halten.

Nachdem wir Toronto endlich passiert hatten, lief der Verkehr gleich viel flüssiger und wir konnten endlich mal ein paar Kilometer schrubben. 250km klingen jetzt pauschal nicht viel. In Deutschland schafft man das auf der Autobahn in locker 2 Stunden. Aber in Kanada geht das alles etwas gemütlicher. Die Strecke sollte eigentlich mein Handy leiten, wofür ich in Deutschland schon Kartenmaterial herunter geladen hatte. Leider konnte damit die Karte nur anschauen und sich nicht navigieren lassen. Nach diversen Versuchen per SMS und Kreditkarte die Funktion freizuschalten, klappte es nicht und wir fuhren nur nach Karte. Da das natürlich auf dem kleinen Handydisplay nicht so optimal ist, näherten wir uns der Wohnung mit der alten Adler-Einkreis-Technik (wir fuhren solange in die Richtung bis wir es irgendwann gefunden haben). Zwischendurch hielten wir noch bei KFC und gönnten uns ein paar Hühnchenspezialitäten (Burger). Auf dem Weg zum Restaurant kam uns gleich ein etwas untersetzter Papa mit seinem Sohn entgegen auf dem linken Arm 2 große Familientüten von KFC haltend. Ich dachte mir so: ja das passt ins Bild.
An der Wohnung angekommen hatte Anna’s Freund Stefan (bei dem wir derzeit freundlicherweise untergebracht sind) noch einen Unitermin und somit mussten wir ein wenig warten. Wir haben die Zeit genutzt und sind kurz runter an’s Wasser gegangen. Danach kam er auch schon und wir konnten unsere Behausung beziehen und die Luftmatratzen aufpusten und uns endlich schlafen legen. Halleluja.

Duschen, essen und ab in die Stadt am nächsten Morgen. Stefan zeigte uns das College – wirklich sehr schöne romanische Bauten. Das College belegt schon fast ein ganzes Stadtviertel. Als wir die Bibliothek betraten, wurde das Klischee vom Apple nutzenden Studi bestens bestätigt. Jeder 2. lief dort mindestens mit einem Macbook oder meistens einem Macbook Pro und Ipod (natürlich die Classic Variante) rum. Ich hab nix dagegen, ist mir nur so aufgefallen :)

Zum Abschluss sind wir noch Richtung Fort Henry gefahren und die Führung war gut. Die Leute waren clever und haben das Fort in den Hügel reingebaut, so dass die Angriffsfläche relativ gering war. Auch andere Techniken sorgten dafür, dass das Fort nie eingenommen wurde. Clevere Kerlchen damals.
Auch die Jungs auf dem Royal Military College waren alle sehr nett und zerstörten Anna’s Weltbild von harten Armeejungs. Abends frischte dann der Wind auf und es wurde schon recht kühl. Tagsüber sind es noch über 20°C. Wenn die Sonne weg ist, dann wird es aber sehr schnell kalt.

Das selbstgekochte Abendessen hat sehr gut geschmeckt (Lob an die Köchin Anna) und damit sie auch später noch was leckeres zaubern kann, hat sie sich heut noch eine zusätzliche Decke organisiert, weil die Fenster der Wohnung nicht wirklich dicht sind. Morgen Abend werden wir uns mal bekochen lassen und evtl. etwas einheimisches probieren – aber genau wissen wir das noch nicht.

Bis zum nächsten Eintrag!

Yes we Canada

Wir haben es geschafft, es war lang und ein wenig anstrengend. Aber letztendlich sind wir gestern Abend heil in Kingston angekommen.

Der Flug startete von Leipzig aus schon mit 10min Verspätung, so dass wir in Frakfurt ganzschön hetzen mussten um den Flieger noch zu erwischen. Nachdem wir vom einen Ende des Flughafens zum anderen gehetzt sind, konnten wir uns gleich in eine lange Reihe noch wartender Passagiere eintakten. Nach viel Warterei und Gedrängel hat irgendwann jeder seinen Platz gefunden und wir starteten gen Urlaub. Für den langen Flug waren die Sitze etwas schmal, aber die Beinfreiheit war gut. Ein Entertainmentsystem gab es auch (sogar ne USB-Buchse zum Aufladen von elektronischen Gadgets).
Unser Favorit von den Flugbegleitern war eindeutig Bill. Bill war cool.
Ein ca. 50-järiger ergrauter Herr mit einem Charme, dem man nur selten begegnet. Er hat so viel Freude ausgestrahlt, wie man es nur selten sieht. Ständig Scherze mit den Passagieren machen zu können – Hut ab. Und ich glaube Anna war sein Liebling. Als er sie das erste mal sah, war er hin und weg. Von da an war sie sein Darling. Selbst beim Ausstieg ließ er es sich nicht nehmen ihr nochmal Komplimente zu machen und mir zu meiner Wahl zu gratulieren :D Der Flug verlief ohne größere Zwischenfälle und die Landung war butterweich.
Auf dem Flughafen lief alles gechillt ab und wir hatten als eine der Ersten unser Gepäck und konnten unseren Mietwagen abholen.

Der Mietwagen
Als ich das Parkhaus sah, dacht ich mir: oh das muss die Abteilung SUV/Luxury sein. Nunja eigentlich war das ganze Parkhaus die Abteilung SUV/Luxury. Und dann gab es da noch unser Auto. Irgendwo in der Ecke stand verloren -ein im Vergleich- Spielzeugauto rum. Wahrscheinlich hatten sie es aus dem Keller geholt, abgestaubt und mal wieder vollgetankt. Auf jeden Fall war es das einzige dieser Kategorie: Economy. Aber es fährt, Platz ist ausreichend und schalten brauch ich nicht (Automatik).

Da wären wir gleich beim nächsten Thema: hier ist alles meist ein bisschen größer. Größere Autos, größere Portionen und…..größere Preise. Kanada ist ganzschön teuer. Zumindest was Lebensmittel angeht. Für ne Packung Kekse und 2l Wasser 4,50$ (inkl. MWST. – die ist nämlich meist nicht mit eingerechnet bei den Preisschildern).
Die Autos sind auch meist eine Nummer größer, oft prangt hinten ein stolzes V6 oder gar V8 auf dem Heck. Auch die Highways sind eine Nummer größer. In Toronto standen wir auf 8 Spuren gleichzeitig im Stau – wohlgemerkt in eine Richtung. So dauerte es auch knapp 2h bis wir aus Toronto raus waren, die Stadt ist einfach unglaublich groß und somit gab es auch unglaublich viele Autos die natürlich alle in die selbe Richung wollten wie wir. Es ist schon ein komisches Gefühl als ordnungsgewohnter Europäer auf einem amerikanischen Highway rechts von einem riesen LKW mit 120km/h überholt zu werden. Überaschenderweise sind die Angaben hier alle in Kilometer und km/h…

Über die unglaubliche Reise auf einem verrückten Highway schreibe ich heut Abend, seid gespannt ;)

Gruß!

Liveblog Flughafen Frankfurt

1. Flug geschafft.
Für den 2. haben wir eingecheckt und stehen in der endlos langen Warteschlange. Die Maschine ist ganzschön groß und somit auch die Masse der Menschen.
Aber jetzt geht es voran und wir können los. Man liest sich in Kanada!

Liveblog Kanada

Yeah wir haben die erste Hürde geschafft, wir haben eingecheckt! Boardkarten haben wir bekommen und mir ist ein Stein vom Herzen gefallen, Anna und ich fliegen nach Kanada!!! :D

IFA: Anlauf der 3D-Fernseher

Bei der ersten Pressekonferenz der IFA kündigte Sony für das nächste Jahr Fernseher mit neuer 3D-Technik an. Derzeit wird auch ein 3D-Standard für Bluray-Discs erarbeitet. Bleibt abwzuwarten, ob diese Dinge ineinandergreifen und sich unterstützen.
Da es diesen Standard noch nicht gibt, konzentrierte sich Sony darauf die 3D-Fähigkeiten mit der Playstation 3 zu demonstrieren. Diese wird dann auch auf 3D getrimmt – sogar das Menü, genauso wie auch Vaio-Notebooks aus dem Hause Sony.
Doch nicht nur Sony springt auf den dreidimensionalen Zug auf. Auch Philips mit seinem 21:9 Fernseher will diesen zukünftig mit 3D-Technik austatten. Loewe arbeitet wohl auch an 3D jedoch ohne konkrete Produkte zu nennen.
Bleibt dann zu hoffen, dass es nicht wieder haufenweise inkompatible Hardware gibt. Die Industrie könnte ja ausnahmsweise mal pro Verbraucher denken. Ich denke allerdings, dass diese Technik eher eine Randerscheinung bleiben wird. Jetzt ist ja erstmal der Umsteig auf HD in vollen Zügen und dauert auch schon ein paar Jahre an.